In Polen wächst – ebenso wie weltweit – die Zahl der Menschen, die sich für den Kauf eines Elektrofahrzeugs entscheiden. Gleichzeitig steigt der Bedarf an einer leistungsfähigen Ladeinfrastruktur, was Eigentümer von Gebäuden, Investoren und Kommunen vor neue Herausforderungen stellt. Hinzu kommen gesetzliche Änderungen: Seit dem 1. Januar 2025 gelten Vorschriften, die die Installation von Ladepunkten in bestimmten Nichtwohngebäuden verpflichtend machen. Doch was bedeutet das in der Praxis?
Neue Anforderungen ab 2025
Seit Januar 2025 müssen Eigentümer und Betreiber von Nichtwohngebäuden mit mindestens 20 Stellplätzen neue gesetzliche Anforderungen erfüllen.
Dabei gilt:
- Für bestehende Nichtwohngebäude müssen mindestens ein Ladepunkt für Elektrofahrzeuge installiert sowie Leerrohre bzw. Kabelkanäle vorbereitet werden, sodass auf mindestens jedem fünften Stellplatz Ladepunkte nachgerüstet werden können.
- Für neu errichtete Nichtwohngebäude mit mindestens 11 Stellplätzen ist ebenfalls mindestens ein Ladepunkt sowie die entsprechende Infrastruktur für Ladepunkte auf mindestens jedem fünften Stellplatz vorzusehen.
Ladestation am Wohngebäude oder auf dem Parkplatz? Platzmangel und hohe Investitionskosten als Herausforderung
Die Umsetzung dieser Anforderungen ist vielerorts schwierig. Herkömmliche Ladesäulen benötigen zusätzlichen Platz und verursachen erhebliche Bau- und Installationskosten. Besonders in dicht bebauten Stadtgebieten, in denen jeder Quadratmeter wertvoll ist, ist die Suche nach einem geeigneten Standort häufig problematisch.
Eine intelligente Alternative sind Ladestationen, die direkt in Beleuchtungsmasten integriert werden.
Die Vorteile integrierter Ladestationen
In Beleuchtungsmasten integrierte Ladesysteme bieten zahlreiche Vorteile und eignen sich ideal für öffentliche Räume sowie Wohnanlagen.
Platzersparnis
Da vorhandene Beleuchtungsmasten genutzt werden, wird kein zusätzlicher Raum benötigt. Dadurch bleiben Parkplätze und Gehwege vollständig erhalten.
Niedrigere Investitionskosten
Steht ohnehin eine Modernisierung der Straßenbeleuchtung an, kann diese mit der Installation neuer Beleuchtungsmasten inklusive Ladefunktion kombiniert werden. Dadurch lassen sich Bauaufwand und Kosten deutlich reduzieren und vorhandene Stromanschlüsse effizient nutzen.
Vielseitigkeit und Komfort
Die integrierten Ladestationen eignen sich für:
- öffentliche Parkplätze,
- Bürogebäude,
- Wohnanlagen,
- Einkaufszentren,
- kommunale Einrichtungen.
Besonders sinnvoll sind sie überall dort, wo Fahrzeuge über einen längeren Zeitraum abgestellt werden und währenddessen bequem geladen werden können.
Moderne Technologie
Die in Beleuchtungsmasten integrierten Ladestationen bieten unter anderem:
- Ladeleistung: 1 × oder 2 × 7,4 kW sowie 1 × oder 2 × 22 kW,
- Ladestrom bis 32 A,
- ein- oder dreiphasigen Netzanschluss,
- Authentifizierung per RFID-Karte oder mobiler App,
- Überstrom- und Fehlerstromschutz (Typ B),
- MID-konformen Energiezähler zur präzisen Verbrauchserfassung,
- Schutzart IP44,
- Schlagfestigkeit IK10.
Ladestationen im Verbundwerkstoff-Lichtmast – eine moderne Lösung auch für Städte
Beleuchtungsmasten aus glasfaserverstärktem Verbundwerkstoff (GFK) gewinnen aufgrund ihrer hervorragenden Eigenschaften zunehmend an Bedeutung.
Sie sind:
- leicht,
- langlebig,
- korrosionsbeständig,
- witterungsbeständig,
- elektrisch isolierend.
Da Verbundwerkstoffe keinen elektrischen Strom leiten, bieten sie ein hohes Maß an Sicherheit – sowohl für Nutzer als auch für die im Mast installierte elektrische und elektronische Technik. Diese Eigenschaft ist besonders wichtig bei der Integration von Ladeinfrastruktur.
Darüber hinaus eignen sich Verbundwerkstoffmasten ideal für die Integration weiterer intelligenter Systeme, beispielsweise:
- Warnsysteme an Fußgängerüberwegen,
- Funk- und Kommunikationstechnik,
- Sensoren zur Umweltüberwachung,
- Videoüberwachungssysteme,
- Smart-City-Anwendungen.
Ihre Vielseitigkeit und die Möglichkeit, verschiedene Technologien in einer einzigen Konstruktion zu vereinen, machen sie zu einer zukunftssicheren Lösung für moderne Städte.
Verbundwerkstoffmasten ermöglichen den Aufbau multifunktionaler Infrastrukturelemente, die Beleuchtung, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge sowie intelligente Sicherheits- und Kommunikationssysteme miteinander verbinden.
Entdecken Sie die Lösungen von NCT
