Wenn wir über Smog sprechen, denken wir meist an Luftverschmutzung. Es gibt jedoch eine weitere, ebenso problematische Form dieser Belastung: die sogenannte Lichtverschmutzung oder der Lichtsmog. Dabei handelt es sich um übermäßiges, unkontrolliertes und falsch gerichtetes künstliches Licht, das unter anderem von Straßenbeleuchtung, Werbeanlagen und kommerziellen Beleuchtungssystemen ausgeht.
Auch wenn dieses Phänomen auf den ersten Blick harmlos erscheinen mag, hat es erhebliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit, die Umwelt sowie den Energieverbrauch und damit auf die Betriebskosten.
Lichtsmog bezeichnet die übermäßige Menge künstlichen Lichts in der Umwelt. Er entsteht durch eine zu hohe Beleuchtungsintensität, eine falsche Auswahl von Lichtquellen sowie fehlende oder unzureichende Regelungen für die öffentliche und industrielle Beleuchtung.
Das Ergebnis ist eine zunehmende Aufhellung des Nachthimmels und eine Störung der natürlichen Hell-Dunkel-Zyklen.
Folgen der Lichtverschmutzung
Lichtsmog kann zahlreiche negative Auswirkungen haben:
- Er kann den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus des Menschen stören und dadurch Schlafprobleme sowie gesundheitliche Beschwerden verursachen.
- Eine langfristige Belastung durch übermäßiges künstliches Licht in der Nacht kann das Risiko für Erkrankungen wie Schlaflosigkeit oder Depressionen erhöhen.
- Lichtverschmutzung beeinflusst Pflanzen, Tiere und gesamte Ökosysteme. Viele Vogel- und Insektenarten orientieren sich an natürlichen Lichtverhältnissen. Übermäßige Beleuchtung kann Tiere verwirren und natürliche Verhaltensmuster stören.
- Künstliches Licht in der Nacht bedeutet außerdem einen erheblichen Energieverlust und unnötige Kosten, die sich in höheren Stromrechnungen für Haushalte und Unternehmen widerspiegeln.
Obwohl das Problem der Lichtverschmutzung von Jahr zu Jahr zunimmt, ist das gesellschaftliche Bewusstsein dafür weiterhin gering.
Für eine Veränderung des Umgangs mit künstlichem Licht setzt sich unter anderem die polnische Expertengruppe Light Pollution Think Tank (LPTT) ein. Zu LPTT gehören Wissenschaftler von Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Vertreter kommunaler Verwaltungen sowie Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen (NGOs).
Die Mission der Organisation besteht darin, Maßnahmen zur Reduzierung der Lichtverschmutzung im Einklang mit den Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung anzuregen, zu unterstützen und umzusetzen.
Lichtsmog – ein wachsendes Problem immer größerer Gebiete
Im Jahr 2023 veröffentlichte LPTT den Bericht „Lichtverschmutzung in Polen“. Es handelt sich um die erste umfassende Analyse dieser Art in Polen, die den Zustand der Lichtverschmutzung (Stand Ende 2022) detailliert untersucht.
Die Grundlage des Berichts bilden unter anderem Messwerte zur Menge des in den Weltraum abgestrahlten Lichts sowie zur Helligkeit des Nachthimmels.
Die Ergebnisse sind alarmierend:
- Lichtverschmutzung ist in Polen weit verbreitet und nimmt weiter zu. Die 2022 gemessene Menge des in den Himmel abgestrahlten Lichts war die höchste seit Beginn der Messungen und lag um 6 % über dem Durchschnitt der Jahre 2012–2021.
- Der Nachthimmel war 2022 im Durchschnitt 147 % heller als unter natürlichen Bedingungen; in Städten kann er sogar mehrere Tausend Mal heller sein.
- Für rund 20 % der polnischen Bevölkerung war der Nachthimmel bereits zu hell, um eine echte Dunkelheit wahrzunehmen. Auch Nationalparks sind betroffen, insbesondere jene in der Nähe großer Ballungsräume.
Leider wird Lichtverschmutzung im polnischen Rechtssystem bislang nicht als eigenständige Umweltbelastung anerkannt. Maßnahmen zum Schutz der natürlichen Nacht hatten bisher überwiegend informellen und lokalen Charakter.
Nach Ansicht der LPTT-Experten sind unter anderem folgende Schritte notwendig:
- Einführung geeigneter gesetzlicher Regelungen,
- Aufklärung der Gesellschaft über die Auswirkungen von Lichtsmog,
- Entwicklung effizienter und nachhaltiger Straßenbeleuchtungssysteme.
Designpole NCT unterstützt die Reduzierung von Lichtverschmutzung
Für NCT S.A. ist das Thema Lichtverschmutzung ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung moderner Infrastruktur.
Als Antwort auf diese Herausforderung wurde Designpole entwickelt – eine Kollektion von Beleuchtungsmasten aus Verbundwerkstoff mit stilvoller Gestaltung und integrierter Innenbeleuchtung.
Diese Lösung verbindet ästhetische Anforderungen an öffentliche Räume mit dem Schutz der natürlichen Umwelt.
„Aus Sicht der Lichtverschmutzung ist die integrierte Innenbeleuchtung der Designpole-Masten entscheidend. Ihre Leistung reicht aus, um beispielsweise in Parks, auf Plätzen oder entlang von Fahrradwegen eine optische Orientierung zu ermöglichen – ohne dass die obere Leuchte dauerhaft eingeschaltet werden muss. Dadurch kann die ausgestrahlte Lichtmenge reduziert und der Energieverbrauch für die Beleuchtung um bis zu 45 % gesenkt werden.“
erklärt Jarosław Schabowski, Bevollmächtigter des Vorstands und Direktor für Verkehrssicherheit (BRD) und Entwicklung von Verbundwerkstoffen bei NCT S.A.
Die Berechnung basiert auf folgenden Annahmen:
- durchschnittliche Leistung einer herkömmlichen Parkleuchte: 55 W,
- interne Beleuchtung eines Designpole-Mastes: 3–5 W,
- durchschnittliche Betriebszeit: 10 Stunden täglich
(im Herbst und Winter ca. 14 Stunden, im Frühjahr und Sommer ca. 8 Stunden).
Damit verbraucht ein einzelner Mast mit herkömmlicher Beleuchtung etwa 218,3 kWh pro Jahr.
Wie Jarosław Schabowski ergänzt, kann die Betriebszeit der Hauptleuchte zusätzlich durch Bewegungssensoren reduziert werden. Diese aktivieren die volle Beleuchtung nur dann, wenn sich ein Fußgänger im Erfassungsbereich befindet.
Dadurch verkürzt sich die tägliche Betriebszeit der Hauptleuchte von 10 auf 4 Stunden. Während der verbleibenden 6 Stunden bleibt lediglich die dezente Beleuchtung des Mastes aktiv.
Der tägliche Energieverbrauch der gesamten Konstruktion beträgt dadurch nur etwa 270 Wh pro Tag:
- 240 Wh für die Leuchte,
- 30 Wh für die Mastbeleuchtung.
Auf Jahresbasis ergibt dies eine Einsparung von etwa 98,5 kWh, was Kosten von rund 99 PLN entspricht.
Die Differenz zwischen herkömmlichem Betrieb (218,3 PLN) und optimiertem Betrieb (99 PLN) beträgt 119,3 PLN, was einer Energieeinsparung von bis zu 45 % bei der Beleuchtung entspricht.
Designpole NCT zeigt, dass moderne Beleuchtung nicht nur funktional und ästhetisch sein kann, sondern gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Lichtverschmutzung und zur nachhaltigen Entwicklung intelligenter Städte leisten kann.
